Stolz darauf ein Dorfverein zu sein

Stolz darauf ein Dorfverein zu sein

Weidenpesch – „Es waren nicht nur Jahre des Wartens, sondern auch der Initiative von uns“, erinnert sich Walter Schmitt, Abteilungsleiter für Fußball beim 1. FSV Köln 1899. „Wir haben uns permanent dafür eingesetzt, dass der Kunstrasenplatz kommt. Nach unserer Vereinsfusion hat das Team um Präsident Bernd Rohm das Ding nach vorne gebracht und zu einem guten Ende geführt.“

Der aus dem Traditionsclub VfL Köln 1899, einst im Weidenpescher Park mit seiner historischen Tribüne beheimatet, und dem FSV Köln-Nord 1991 gebildete Club feierte bei einem Festwochenende auf der Anlage die Eröffnung seines langersehnten Kunstrasenplatzes. Vorher spielten die Teams hier auf Asche. „Wir können nun unseren Jugend- und Seniorenmannschaften einen guten Rahmen für ihr Hobby bieten.“ Nach zehn Jahren Einsatz für den Kunstrasen ist der Verein am Ziel. Das wurde groß gefeiert: Jeweils mehr als 100 Besucher waren am Spielfeldrand und den Verpflegungsständen an beiden Tagen dabei; auch der Nippeser Bezirksbürgermeister Bernd Schößler gratulierte und der Fußballverband Mittelrhein stiftete ein Set neuer Bälle. Der Höhepunkt war ein Freundschaftsspiel des FSV gegen die Lokalrivalen von Nippes 12. Jene erwiesen sich als gute Gäste – die Partie ging mit 5:0 an die Platzherren. Die einzige Aufregung des Spiels war eine laut Nippes-12-Meinung zu nah am Ball aufgestellte Freistoßmauer der Gastgeber, die zu kurzen Wortgefechten mit dem Schiedsrichter führte. „Die Gefahr, dass bei uns Spiele ausfallen müssen, ist extrem gesunken“, freut sich Schmitt.

Außer bei Schnee und Eis, wenn auch andere Plätze gesperrt sind, dürfte der Kunstrasen immer bespielbar sein. Derzeit zählt der FSV vier Seniorenteams plus acht Junioren-Mannschaften von F- bis A-Jugend. „Wir rechnen damit, dass es in den kommenden Jahren nun noch was besser wird.“

Rund 150 000 Euro hatte der Verein in seinen 12,5-prozentigen Eigenanteil zur Platzanlage investiert. „Auch wenn wir mittlerweile mehr Teams haben als früher, sind wir immer noch ein Dorfverein, und das wollen wir auch bleiben.“

 

Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger vom 11.10.2018

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